ZU DEN BEREICHEN
Wasserwerk Manching
Betriebsgebäude und Aufbereitungshalle fügen sich harmonisch in die Landschaft ein
Die aus den 1960-er Jahren stammende Wasseraufbereitungsanlage in Manching entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen für die Trinkwasserversorgung und -speicherung. Das als Tiefspeicher konzipierte Wasserwerk sollte vollständig ersetzt werden. WipflerPLAN wurde deshalb vom Markt Manching mit der Generalplanung des Neubaus beauftragt.
Es sollten funktionale Gebäude entstehen, die sowohl den technischen und hygienischen Vorschriften, der Bedeutung des Lebensmittels Trinkwasser, dem ursprünglich bewaldeten Standort und den Vorgaben des Projektbudgets gerecht werden.
In diesem Spannungsfeld entwarfen die Architekten und Ingenieure von WipflerPLAN ein modernes Gebäudeensemble, das sich in drei Funktionsbereiche gliedert: Die Halle für die Trinkwasserspeicherung und -aufbereitung, das Betriebsgebäude für die Leittechnik, die Sozialräume, das Labor und die Werkstatt sowie das Nebengebäude. Gruppiert um den befestigten Betriebshof bilden sie ein stimmiges repräsentatives Ensemble, ohne aufdringlich zu wirken. Das Gelände ist vollständig umzäunt und mit einer Zugangsüberwachung sowie Einbruchmeldeanlagen gesichert.
Unter besonderer Berücksichtigung der Kosten wurde Wert auf die harmonische Integration der Architektur in die Umgebung gelegt. In der Halle mussten die 8,40 m hohen Trinkwasserbehälter Platz finden. Neben den Vor-Ort hergestellten Edelstahlbehältern befinden sich in der Halle die Trinkwasseraufbereitungsanlage zur Entfernung von Eisen und Mangan (Oxidator und Quarzkiesfilter). Außerdem wird die Marktgemeinde Manching mittels einer Druckerhöhungsanlage mit Trinkwasser versorgt. Zur Sicherung der Versorgung ist die Anlage mit einer stationären Netzersatzanlage ausgerüstet.
Trotz des Volumens der technischen Anlagen, das sich klar von der ländlichen Umgebung abhebt, vermittelt die moosgrüne, fein profilierte Fassade zwischen Natur und Technik. Geschoßhohe Sichtbetonelemente im Sockelbereich des Betriebsgebäudes werden in der Hallenfassade aufgenommen und dienen als verbindendes Gestaltungselement, der zwei in Größe und Material unterschiedlichen Baukörper. Unter besonderer Berücksichtigung der Kosten wurde Wert auf die harmonische Integration der Architektur in die Umgebung gelegt.
Projektdaten:
Bruttogrundfläche Gebäude: 1.450 m²
TW-Bedarf: 800.000 m³/a
Durchsatz der TW-Aufbereitungsanlage: 2 x 30 l/s
Volumen der Trinkwasserbehälter: 2 x 1.250 m³
Reinwasser-Pumpen: 2 x 43 m³/h, 6 x 90 m³/h, 5 bar
Planung: 2013 bis 2016
Ausführung: 2017 bis 2019
Unsere Leistung:
- Objektplanung Gebäude Leistungsphase 1-9
- Objektplanung Ingenieurbauwerke Leistungsphase 1-9
- Örtliche Bauüberwachung
- Fachplanung Verfahrens- und Prozesstechnik Leistungsphase 1-9
- Objektplanung Freianlagen Leistungsphase 1-4
- Planungs- und Baubegleitende Vermessung







