ZU DEN BEREICHEN
Retentionsraumausgleich und Gewässerquerung an der Ilm in Geisenfeld
Wasserwirtschaftliche Planung für einen Geh- und Radweg im festgesetzten Überschwemmungsgebiet der Ilm
Der Neubau eines Geh- und Radwegs mit Ilmquerung erforderte umfangreiche wasserwirtschaftliche Untersuchungen, da sich das Vorhaben innerhalb eines festgesetzten Überschwemmungsgebiets befindet. Ziel war es, die Leistungsfähigkeit des Gewässersystems zu erhalten und die hochwasserbedingten Auswirkungen des Eingriffs durch geeignete Ausgleichsmaßnahmen vollständig zu kompensieren.
Projektdaten
- Leistungsbereich: Wasserbau / Hochwasserschutz
- Standort: Geisenfeld, Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm
- Auftraggeber: Stadt Geisenfeld
- Projektvolumen: ca. 1,15 Mio. € (brutto)
- Besonderheiten: Festgesetztes Überschwemmungsgebiet, Querung der Transalpinen Ölpipeline (TAL), Retentionsraumausgleich HQ100
- Leistungen: Hydraulische Nachweise, Retentionsraumausgleich, Ingenieurbauwerke, wasserrechtliche Genehmigung, Umwelt- und Artenschutzplanung
Im Zuge des Neubaus einer Geh- und Radwegverbindung zwischen Engelbrechtsmünster und Geisenfeld übernahm WipflerPLAN die wasserwirtschaftliche Planung für die Querung der Ilm innerhalb eines festgesetzten Überschwemmungsgebiets. Im Mittelpunkt standen die hydraulische Verträglichkeit des Vorhabens sowie die Sicherstellung eines hochwasserneutralen Eingriffs.
Zur Kompensation des durch Brücke und Wegebau beanspruchten Retentionsraums wurde ein spezieller Retentionsraumausgleich geplant und umgesetzt. Das Becken verfügt über ein Gesamtvolumen von rund 270 m³ und ein Einstauvolumen von etwa 70 m³. Die Bemessung erfolgte für ein HQ100-Hochwasserereignis. Zwei Zu- und Abläufe gewährleisten eine kontrollierte Anbindung an das Gewässersystem und eine zuverlässige Funktion im Hochwasserfall. Die mittlere Einstautiefe beträgt rund 55 Zentimeter.
Besondere Anforderungen ergaben sich aus der Lage im Überschwemmungsgebiet sowie der Querung der Transalpinen Ölpipeline. Durch detaillierte hydraulische Untersuchungen und eine enge Abstimmung mit den beteiligten Fachbehörden konnte eine technisch und wasserwirtschaftlich nachhaltige Lösung entwickelt werden.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie wasserbauliche Anforderungen, Hochwasserschutz und moderne Infrastrukturmaßnahmen miteinander vereint werden können, ohne die Retentionsfunktion des Gewässersystems zu beeinträchtigen.





