Ausbau der Kreisstraße OA4 mit Eisenbahnüberführung

Höhenfreimachung und moderne Verkehrslösung am Bahnübergang

Im Gemeindegebiet Oberstdorf wurde ein bedeutendes Infrastrukturprojekt realisiert: der Ausbau der Kreisstraße OA4 in Verbindung mit der Höhenfreimachung im Bereich des sanierungsbedürftigen Bahnübergangs bei Bahn von 19,074 km. Ziel war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Verkehrsflüsse zu verbessern und die Infrastruktur zukunftssicher zu gestalten.

Im Rahmen eines Plangenehmigungsverfahrens nach §18 AEG sowie einer Planungs- und Kreuzungsvereinbarung zur Kostenteilung wurde die Kreisstraße über eine Strecke von rund 325 Metern abgesenkt – um etwa 6,50 Meter. Anstelle des bisherigen Bahnübergangs entstand eine moderne Eisenbahnüberführung mit einer lichten Weite von 13,25 Metern und einer lichten Höhe von 4,50 Metern.

Ein zentrales Element des Projekts war der Einschub der Eisenbahnunterführung in Endlage mit einer Länge von über 12 Metern. Zur sicheren Führung von Fuß- und Radverkehr entstand eine 90 Meter lange Stützwand mit einer Höhe von ca. 1,50 Metern.

Weitere Baumaßnahmen im Überblick:

  • Baugrubensicherung mittels Spundwände (Länge ca. 180 m)
  • Böschungssicherung durch Winkelstützelemente und Natursteinmauern (insgesamt ca. 290 m)
  • Leitungsumlegungen zur Freimachung des Baufeldes
    Planung der Baustelleneinrichtung, Ablaufkoordination und Sperrpausenmanagement in enger Zusammenarbeit mit der Bahn
  • Moderne Entwässerungslösungen mittels Rigolen (ca. 240 m³), Mulden (ca. 260 m²) und rund 10 Schächten

Nach dem symbolischen Spatenstich im März 2024 konnte die Straße im Dezember 2024 planmäßig für den Verkehr freigegeben werden. Zu den Anwesenden zählten u.a Landrätin Indra Baier-Müller, Kreis-Tiefbau Chef Joachim Heßmann, Dr. Gabriele Wagner von der DB Infra GO und Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King und Michele Mongella von WipflerPLAN.

Im August sind alle Restarbeiten fertig geworden und Oberstdorf verfügt nun über ein wichtiges, neues Bauwerk der Verkehrsinfrastruktur.