ZU DEN BEREICHEN
3D-Modellierung
Planungsgrundlagen schaffen, wo keine sind!
Das Projekt
Auf der Kläranlage Bruckmühl wird der bei der Abwasserreinigung entstehende Klärschlamm durch eine Zentrifuge entwässert. Auf Grund des hohen Klärschlammaufkommens soll die über 20 Jahre alte Zentrifuge – die derzeit Werktags im 24-Stunden-Dauerbetrieb läuft – durch ein leistungsfähigeres Aggregat ersetzt werden. Die Herausforderung für die Kläranlagen-Planung: Es existieren keine Pläne zur bestehenden Einbausituation – weder vom Gebäude, noch vom Rohrleitungsbau, den Fördereinrichtungen oder der Elektrotechnik. Um die Planungsgrundlagen zu beschaffen, beauftragte der Markt Bruckmühl WipflerPLAN mit der Bestandsaufnahme in 3D.
Die Herangehensweise
Im ersten Schritt nahm die Vermessung von WipflerPLAN die zur Planung relevanten Details am und im Gebäude auf. Der gesamte Komplex wurde dazu mit dem 3D-Laserscanner Trimble X7 digital vermessen und aus den Daten eine Punktwolke mit 1,7 Milliarden Punkten generiert. Diese Technik liefert ein hochgenaues und verformungsgerechtes Aufmaß der örtlichen Situation. So lassen sich die komplexen Rohrleitungsverläufe, die im dreidimensionalen Raum liegen, exakt und schnell erfassen, was mit herkömmlichen Vermessungsmethoden kaum oder nur sehr aufwändig möglich ist.
Das Ergebnis
Zur Weitergabe an das Team Kläranlagen wurde der Gebäude- und Rohrleitungsbestand dreidimensional modelliert. Hierbei werden auf Grundlage der Punktwolke Ebenen definiert und das Gebäude geschossweise abgebildet. Sämtliche Gebäudeelemente wie Wände, Türen, Fenster, Treppen, Rohre und Wanddurchbrüche finden sich schließlich im 3D-Modell wieder. Die Modellierung erfolgte mit der Software ArchiCAD in Verbindung mit Pointcab und BIMm-Tool.
Die Konstrukteur*innen des Teams Kläranlagen können so direkt im virtuellen 3D-Gebäudebestand planen, ohne erst 2D-Daten in die 3D-Welt übersetzen zu müssen. Grundrisse, Schnitte und Ansichten können aus dem 3D-Modell auf Knopfdruck generiert werden. So sind unter anderem auch unmittelbar Kollisionsprüfungen mit dem Bestand möglich.







